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3.4.2 ... und mit VPS

 

 


Neben dem im letzten Kapitel genannten Ärgernis des OSD gibt es eine weitere Technik, die angeblich unser Leben vereinfachen und schöner machen soll, aber in Wahrheit nur für weiteren Ärger sorgt:
VPS, das Video Programing System.

Es klingt so schön:
Ich programmiere eine Sendung mit VPS ein, und sie wird genau von Anfang bis Ende aufgenommen. Ohne das Ende der vorhergehenden Sendung oder den Anfang der folgenden. Ohne das Ende der gewünschten Sendung abzuschneiden, wenn sie zu spät begonnen hat.
Super!


Klappt nur nicht.
Das VPS-Signal, das dem Recorder mitteilen soll, wann er eine Aufnahme zu beginnen oder zu beenden hat, kommt nämlich ein wenig später, so dass der Anfang dann eben doch fehlt.
Macht ja nix, die Anfangsszenen sind ja eh meistens langweilig.
Bei Filmen von Sergio Leone beispielweise dauert es eh etliche Minuten, bis das erste Wort gesprochen wird. Wen interessiert bei »Spiel mir das Lied vom Tod« denn schon diese endlos lange Bahnhofsszene?

Es kann allerdings auch sein, dass das VPS-Signal zu früh kommt -- wenn der nette Sender uns daran erinnern will, dass er in den nächsten Tagen noch ganz tolle andere Filme ausstrahlt; vielleicht »Ein Mutterherz darf niemals weinen«, oder »Das Schicksal gepeinigter Jungfrauen« oder so.
Filme, auf die man im Leben nicht verzichten will.

Eine weitere Möglichkeit ist es, dass das VPS-Signal zu früh abgeschaltet wird, damit man mit Spannung die nächste Austrahlung erwarten (in der Regel spätestens in drei Monaten) und so lange noch rätseln darf, wie der Film denn wohl zuende geht. Oder weil uns der Sender davon abhalten will, eine endlose Dummheit zu begehen, indem man die in der letzten Unterbrechung beworbene Kaufcassette des gleichen Films nicht bestellt -- dann wird die Aufnahme direkt nach dieser Unterbrechung beendet.
So eine Kaufcassette ist ja auch viel schöner, und die Leercassette kann man dann ja für die wirklich wichtigen Filme wiederverwenden (wie die o.g. Mutterherzen und Jungfrauen).



Das alles passiert natürlich nicht aufgrund von technischen Pannen oder menschlichem Versagen.
Nein, dahinter steckt wieder einmal der BAD -- VPS wiegt uns in Sicherheit: »Auf der Cassette sind noch 124 Minuten frei, und der Film dauert 121 Minuten ... Super, mit VPS passt das ja gerade noch.« (Ohne VPS braucht man sowas gar nicht erst zu versuchen, da man immer Zeit zugeben muss. Mindestens 5 Minuten.)

Auch VPS kann den schönsten Familienkrach verursachen: Wenn der Mann für seine Frau »Dr Stefan Frank, der Arzt, dem die Frauen vertrauten« aufnehmen will, oder die Frau für ihren Mann XYX [denk was aus].

Eine unvollständige Aufnahme wird natürlich dem Unvermögen des Partners zugeschrieben. Und ZACK! hängt der Haussegen schief.

Und der BAD lacht sich ins Fäustchen.


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