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 Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs

3.4.3 Eintastenmäuse

 

 


Inhaltlich verwandtes Thema:
>>> Die MACkerecke - Was am Mac schlecht ist


Es war einmal ein Computer, dessen Hersteller sagten: »Ein Computer muss einfach zu bedienen sein. Jeder Idiot muss damit umgehen können. Es darf nichts geben, was den Anwender verwirrt.«

Bis hierhin sind das ja sehr löbliche Vorsätze. Aber dann kam den Herstellern ein superdoofer Gedanke: »Wenn man auf einer Maus zwei Tasten findet, so verwirrt das den Anwender -- er weiß ja nie, welche Taste er denn jetzt drücken soll. Deshalb machen wir lieber nur eine Taste auf die Maus, so gibt es nie Probleme.«

Das ist ja ein dolles Argument! Ich seh' schon der Verkäufer des Elektronikmarktes vor mir: »Schauen Sie mal, das Tolle an diesem Videorecorder ist, dass er nur einen Scartanschluss hat. Da kann man das Kabel gar nicht versehentlich in die falsche Buchse stecken!« ... Na, suuuper!

Das Lustige an dieser Geschichte mit der Eintastenmaus: Den Hersteller gibt es immer noch. Er heißt Apple. Er baut immer noch Computer -- sog. Macintosh --, und die Mäuse dieser Computer haben immer noch nur eine Taste.

Echte, gläubige Mac-Anhänger -- nicht so Zufalls-Mac-User wie ich -- stört das auch nicht: »Wozu brauche ich eine zweite Maustaste? Wenn ich ein Kontextmenü aufrufen will, für das der Windows-Anwender die rechte Maustaste benutzt, halte ich die Commandtaste auf der Tastatur gedrückt und klicke dann.«

Stimmt, irgendwelche Funktionen gehen nicht verloren, wenn man auf eine Maustaste verzichtet. Aber wenn man den lustigen kleinen Pfeil auf dem Bildschirm auf ein lustiges kleines Icon bewegt, hat man die eine Hand sowieso schon an der Maus. Wieso muss ich dann die zweite Hand schwerfällig zur Tastatur bewegen und eine Taste drücken, wenn ich eine bestimmte Funktion aufrufen will? -- Vor allem, da die zweite Hand gerade eine Zigarette hält: In genau dem Moment, in dem man die Commandtaste drückt, wird die Asche abfallen und sich ein hübsches Zwischenlager im Inneren der Tastatur suchen. Als ob da nicht schon genug Asche liegen würde.


Also ehrlich, liebe Apple-Leute: Ich glaube, der Anwender kriegt es noch so gerade gebacken, sich den Unterschied zwischen der linken und der rechten Maustaste zu merken. Aber anstatt ihren Anhänger endlich die zweite Maustaste zu spendieren, gingen Apple noch einen Schritt weiter und lieferten eine ganze Weile selbst ihre Profi-Computer mit so kleinen Mäusen aus, dass sie kein Mensch komfortabel steuern konnte -- es sein denn, er stand noch vor der Vollendung des zehnten Lebensjahrs.

Auch hier kann man nur vermuten, dass der BAD Apple in Mausfragen beraten hat. Nun ja, es gibt ja auch Leute, die freuen sich so richtig über Apples Unvermögen, vernünftige Mäuse mitzuliefern: Die Dritthersteller, bei denen man für eine Apple-kompatible Ersatzmaus so richtig tief in die Tasche greifen darf.

Auch an mir haben sie schon ihr Sümmchen verdient: Sechzig Mark für schöne, aber letztendlich doch ganz normale Zweitastenmaus. Na ja, irgendwie muss man ja zu spüren kriegen, dass man sich nicht den Zwängen des Standards gebeugt hat...


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