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3.4.4 Computerlüfter

 

 


[Warnung]

Wie wars am 1040 doch vordem
ohne Lüfterlärmen so bequem.


Ende der achtziger Jahre hatte ich einen Atari 1040STFM. Für alle, die dieses Prunkstück des frühen Computerzeitalters nicht kennengelernt haben: Computer, Tastatur und Floppy waren in einem Gehäuse untergebracht. Daran wurde der Monitor angeschlossen (und zwar bevorzugt der Atari SM124, auch so ein frühes Meisterwerk). Eine Festplatte hatte ich damals nicht; und auch wenn es PCler nicht glauben werden: Für ein vernünftiges Arbeiten war das auch nicht unbedingt notwendig.

Okay, heutzutage würde ich zugegebenermaßen nicht mehr mit dem 1040 arbeiten wollen. Aber er hatte eine ganz hervorragende Eigenschaft: Er kam ohne Lüfter aus. Oh, wie wunderbar still war die Arbeit am Computer damals!

Heutzutage brüllen mich die Lüfter meines PowerMac 4400 (ich weiß, is' eh kein dolles Ding) an, als ob ich ihnen etwas Böses getan hätte. Gut, im Laufe der Zeit gewöhnt man sich daran. Aber es ist doch bezeichnend, dass ich am Ende eines arbeitsreichen Tages den Rechner ausschalte und mich ob der plötzlichen Stille ein tiefes Gefühl der Erleichterung durchflutet.

Sicher, eine hoch getaktete CPU braucht eine gute Kühlung. Aber -- und ich bin ja nicht der erste, der das bemerkt -- vor dreizehn Jahren war ein Computer mit 8 MHz schnell. Warum kommt der Anwender mit heutigen Computern, die ja durchaus die hundertfache Rechengeschwindigkeit bringen können, auch nicht schneller zum Ziel als damals? Weil die heutige Software viel höhere Anforderungen stellt. Und warum tut sie das?

Natürlich, es gibt nur eine Antwort: Der BAD ist wieder mal schuld! In weltweiten Verschwörungen sorgt er dafür, dass die Software immer mehr und mehr Rechenzeit frisst. Die CPU muss schneller werden, dadurch wird sie heißer, und ein immer lauter werdender Luftstrom sorgt für die notwendige Kühlung. Keine Frage: Der arme Anwender erleidet mehr Stress, und so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er schon bald dem Wahnsinn anheim fällt -- und der BAD hat sein Ziel erreicht.


Dabei könnte man Computer doch auch anders kühlen: Leider verbietet die Liebe zur Umwelt ja eine an sich sehr praktische FCKW-Kühlung. Aber es gibt ja noch andere Kühlmittel, die ich sicher auch kennen würde, wenn ich im naturwissenschaftlichen Schulunterricht aufgepasst hätte, anstatt eine ganz bestimmte Mitschülerin mit selbgezeichneten Comics zu erfreuen. Aber da müsste doch was zu machen sein: Die CPU wird sozusagen von einem kleinen Kühlschrank umgeben. Oder man setzt irgendwelche Patronen mit geeigneten Kühlmitteln ein. Da wäre z.B. der aus der Disco bekannte Trockeneisnebel, der würde ganz nebenbei auch noch für eine angenehm-gruselige Atmosphäre im Computerzimmer sorgen.

Oder wie wär's mit Wasser? Warum soll nicht auch der heimische Computer wie ein Automobil mit einem Kühlwassertank ausgerüstet werden? Noch besser wäre allerdings ein Anschluss an die heimische Wasserversorgung: Bei Bedarf zieht sich der Rechner kaltes Wasser aus der Leitung. Dieses umspült (in Rohren, natürlich) die CPU und kühlt sie somit ganz hervorragend ab. Wenn sich das Wasser erwärmt hat, wird es dem Heizungssystem oder dem sanitären Bereich zugeleitet.



Alles tolle Ideen, die ob der überflüssig gewordenen Lüfter zu mehr Zufriedenheit beim Computeranwender führen würden. Aber werden sie realisiert? -- Nein, das wird der BAD zu verhindern wissen.

Sonst gäb es so etwas schon längst.
Ganz bestimmt.


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