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 Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs

3.4.5 Baby an Bord

 

 


[Warnung]

Immer wieder sieht man sie an den Heckscheiben von Autos: Aufkleber mit dem Spruch »Baby an Bord«.

Also, ehrlich: Was sollen diese Dinger eigentlich?
Vermutlich sollen sie bei mir, der diesem derart beklebten Auto hinterher fährt, eine Verhaltensänderung hervorrufen. Etwa so: »Normalerweise würde ich meinen Vordermann jetzt volle Lutsche hinten reinbrettern. Aber nein -- der hat ja ein Baby an Bord, da lass' ich es mal ausnahmsweise sein!«

Jetzt mal ernsthaft: Wer verursacht schon absichtlich einen Auffahrunfall? Das Wort Unfall besagt schon, dass es sich um ein unglückliches Missgeschick handelt (gibt es eigentlich auch glückliche Missgeschicke?), und da ist es völlig egal, ob ich nun weiß, dass mein Vordermann Babybesitzer ist oder nicht.

Und die Idioten, die auf regennasser Autobahn an der Stoßstange ihres Vordermanns kleben, haben sowieso nicht mehr alle auf dem Zaun oder gar keine Ahnung von den physikalischen Gesetzen bewegter Gegenstände, woran auch ein Aufkleber nichts ändert.


Die dumme Steigerung des Aufklebers lautet: »David an Bord« (hier darf man natürlich jeden beliebigen anderen Namen einsetzen).
Aha. Das Auto vor mir hat also einen David an Bord. Ist das der Fahrer? Und selbst, wenn ich davon ausgehe, dass damit ein Kind gemeint ist: Herrgott, es ist doch von überhaupt keiner Bedeutung, wie Blag heißt! Man will mir doch nur mitteilen, dass ein Baby mitfährt.

Und dann kommt das allerbeste: »Hund an Bord«. Da bin ich nun wirklich gefährlich nahe an einer Verhaltensänderung. Etwa so: »Normalerweise würde ich ja jetzt vorsichtig fahren. Aber nein -- der hat ja einen Hund an Bord, also werde ich jetzt volle Lutsche hinten reinbrettern!«

Jetzt mal ernsthaft: Ist ja schön für den Besitzer, wenn er hundelieb ist. Aber soll dieser Aufkleber mich zu vorsichtigem Fahren aufrufen? Mich, der Hunde dann am liebsten hat, wenn sie sich auf einem anderen Kontinent befinden? Wie kommen Hundebesitzer überhaupt darauf, jedermann müsste ihren verhaltensgestörten Köter genauso lieb haben wie sie selbst?

Da fällt mir ein, irgendwann könnte ich mal ein Kapitel über Hundebesitzer schreiben. Denn gegen Hunde an sich habe ich nichts -- die armen Dinger können nun einmal nichts dafür, dass sie größtenteils verhaltensgestört sind --, aber die Besitzer, die ihnen mit größter Mühe Verhaltensstörungen antrainiert haben, die gehen mir verdammt auf den Geist.

Das Schöne daran ist: Niemand könnte beleidigt sein! Denn wer sich angesprochen fühlt, gibt ja praktisch zu, dass er seinen Hund verzogen hat...


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