Sitemap
Einleitung
ToKen
Atari, Mac und andere Computer
Typografie und Gestaltung
Diverses
Nette Sachen zum Downloaden
Links
Siteinfo
Stichwortsuche
Interaction
Home Lustige Geschichten und drollige Bilder Bäcker Hansen Erotisches Haarewaschen
Dies ist das Archiv von tobias-jung.de mit veralteten Inhalten. Siehe auch Archiv-Info
   TJ/home (WornOutVersion)
 Diverses
 Lustige Geschichten und drollige Bilder

6.3.3 Paulinchen war allein zuhaus ...

 

 


Paulinchen.

Wer kennt sie nicht, die »gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug« aus dem one and only Struwwelpeter? Der weltweit anerkannte Chef der oberschlauen Psychologen, Prof. Dr. Dr. Tobias von&zu Jung, hat den wahren Hintergrund dieser Geschichte herausgefunden: Es geht um Sex, genauer gesagt: Um Masturbation.

Für alle, die die Geschichte doch noch nicht kennen, folgt zunächst eine kurze Zusammenfassung:

Paulinchen ist also allein zu Haus (die Eltern sind beide aus), und fröhlich, mit leichtem Sing und Sang hüpft sie durch die Wohnung und freut sich ihres Lebens. Da plötzlich sieht sie ein Feuerzeug auf Kommode stehen und denkt sich, dass sie mit dem Ding sicher jede Menge Spaß haben wird.

Die Katzen warnen sie: »Miau! Mio! Laß steh'n! Sonst brennst du lichterloh!«. Aber darauf hört Paulinchen nicht, und zündet sich ein Hölzchen an (was ganz nebenbei darauf schließen läßt, dass man damals unter einem Feuerzeug etwas anderes als heutzutage verstanden hat). Dann freut sie sich über das flackernde Flämmchen, bis ihr rotes Kleid Feuer fängt. Daraufhin freut sich Paulinchen nicht mehr, sondern muss statt dessen kläglich verbrennen. Nur ein Häufchen Asche und ihre Schuhe bleiben übrig, und die Katzen heulen und fragen sich, wo denn wohl wie armen Eltern bleiben.
 
 

Selbstverständlich hat die Geschichte einen sexuellen Hintergrund. Erste Hinweise sind schon das Vorhandensein der Katzen (die als Begleiter von Hexen sowieso schon ein sündiges Image haben und auch gerne Muschi genannt werden) sowie die Farbe des Kleides (rot, die Farbe der Sünde).

Dann das oben gezeigte Bild: Mit lustvollem Grinsen greift Paulinchen gierig nach einem eindeutig phallusförmigen Gegenstand. Weiterhin bezeichnend ist, dass es sich dabei um ein Feuerzeug handelt, denn das »Spiel mit dem Feuer« als Synonym für das Heraufbeschwören von heiklen Situationen ist eine schon damals bekannte Redewendung.
Die Puppe im unschuldig-blauen Kleid ist ein Symbol für die Tugend: Achtlos und desinteressiert lässt Paulinchen sie herabhängen, und im nächsten Bild (das hier leider nicht zu sehen ist) liegt sie gar auf dem Boden, bedenkenlos weggeschleudert in der neu entdeckten Lust.

Hei, wie das Feuer hell und licht brennt, wie es lustig flackert und knistert! Paulinchen springt mit ihm im Zimmer herum: Deutlicher kann man ihre ekstatische Reaktion auf das (symbolische) Feuerzeug nicht darstellen!

Was uns die Geschichte eigentlich erzählen will, ist folgendes: Paulinchen, unbeaufsichtigt von den Eltern, erfährt zum ersten Mal in ihrem jungen Leben die Freuden der sexuellen Lust, der Masturbation! Das ist natürlich, gerade in der damaligen Zeit und gerade bei Mädchen, eine schwere Sünde. Und Sünden werden bestraft: Man wird in der Hölle schmoren, für Zeit und Ewigkeit brennen, wie Paulinchen verbrennen muss.

Die Geschichte ist nichts anderes als eine Warnung an all die kleine Mädchen, die sie vorgelesen bekommen: Hütet Euch davor, wie Paulinchen ein Opfer Eurer verbotenen Lust zu werden! Spielt nicht dem dem Feuer! Oder, anders ausgedrückt:

Packt Euch bloß nicht in' Schritt!
 

[ Zum Seitenanfang ]
 

Home Lustige Geschichten und drollige Bilder Bäcker Hansen Erotisches Haarewaschen
Dies ist das Archiv von tobias-jung.de mit veralteten Inhalten. Siehe auch Archiv-Info
TJ/home Copyright © Tobias Jung