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9.4.1 Meine persönliche Computergeschichte

 

 


Mein Interesse an Computern erwachte in den frühen achtziger Jahren, als sich ein Bekannter meines Vaters für unglaublich günstige zweitausend Mark (ca.) den sensationellen Atari 800 zulegte. (Ja, genau, die Urversion mit 16 KByte und den ROM-Port unter der Haube!) Bei Besuchen setzte ich mich also an dieses Wunderding und spielte Pacman, Super Breakout, Frogger und mein damaliges Lieblingsspiel Space Invaders (mit dem einmaligen »Boffboff, Boffboff«-Sound -- bis zum heutigen Tage das einzige Ballerspiel, bei dem ich der absolute HighScore-Meister wurde). Mein erstes BASIC-«Programm« bestand aus einem Bild, das ich mit vielen DRAWTOs zeichnete.

Kein Wunder, dass ich mir nichts anderes wünschte, als auch so ein Wunderwerk moderner Technik zu besitzen. Aber das Leben ist hart, und meine Eltern wollten partout nicht den Nutzen eines Computers einsehen, und ich selbst konnte mir natürlich keinen leisten. Das änderte sich auch vorerst nicht, und so zog die große C64-Zeit an mir vorbei, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen.

Sehr viel später, Ende 1987, war es dann soweit: Ich hatte etwas Geld gespart und überlegte mir, ob wohl der Atari 800XE oder der C64 II die bessere Wahl wäre, als der bereits oben genannte Bekannte meines Vaters meinen Eltern riet, doch besser ein bisschen Geld dazuzulegen, damit ich mir einen Computer holen könnte, mit dem man auch richtig ernsthaft arbeiten kann, wovon ja auch meine Eltern ihren Nutzen haben könnten. So sah ich mich plötzlich in der glücklichen Lage, mich nunmehr zwischen einem Atari ST und einem (ich traue mich kaum, es zu schreiben) Commodore Amiga entscheiden zu können -- brauchbare DOSen waren damals noch recht teuer, und außerdem konnten sie nicht die Vorzüge einer graphischen Benutzeroberfläche aufweisen.

Und so begab es sich, dass ich am 26.1.1988 zum stolzen Besitzer eines Atari 520 STM (512 KByte RAM) mit dem Monitor SM 124 und der (wie fortschrittlich) doppelseitigen Floppy SF 314 wurde. Einige Monate später wurde mir klar, dass auch ein Drucker her musste, schließlich hatte ich mit 1st Wordplus schon einige Texte zu Monitor gebracht und sogar auch Bilder zusammengepixelt, mit einem selbstgeschriebenen, bedienungsunfreundlichen, absturzfreudigen GFA-BASIC-Programm. Und während damals noch 9-Nadeldrucker den Heimstandard darstellten, griff ich auf Grund des besseren Schriftbildes lieber direkt zu dem 24-Nadler NEC P2200. Ansonsten ist mir aus meiner Computer-Frühzeit hauptsächlich »Ballerburg« in Erinnerung geblieben -- ein Spiel mit schlechter Grafik und miesem Sound, aber hohem Spaßfaktor.

Ende 1989 verkaufte ich den 520 dann, um mir einen 1040 STFM leisten zu können ( >>> Die mausgraue Eminenz), der im Laufe der Jahre einige Operationen durchmachen musste: Aufrüsten auf zunächst 2.5, dann 4 MByte RAM und die Betriebssystem-Version TOS 2.06. Als externe Hardware kamen dann irgendwann auch noch die unvermeidliche Festplatte und der Tintenstrahldrucker Epson Stylus 800 hinzu.

PC-User werden mir vermutlich nicht glauben, aber der 1040 STFM kam, nachdem er viele Jahre einen Ehrenplatz in der Ecke gehabt hatte, 1998/99 noch einmal für ein paar Monate zum Einsatz -- und zwar bei meiner Freundin zum Surfen im World Wide Web. Na, könnt Ihr das auch mit einem 10 Jahre alten PC?
(Ganz nebenbei: Heute, anno 2002, ist der 1040 wieder im Einsatz: Als Textverarbeitungscomputer.)

1994 wechselte ich dann zum Atari Falcon030 ( >>> Der Exot) -- völlig ungerechtfertigt, daß dieser Rechner von der nicht-atarianischen Computerwelt nicht beachtet wurde. In meiner Falcon-Zeit bemerkte ich, daß Betriebssysteme »in Farbe -- und buuunt« doch ganz nett sein können, lernte die Vorzüge von Multitasking schätzen und begann, mich für Typographie und Gestaltung zu interessieren. Noch heute kann ich auf den ersten Blick die Janson Antiqua von der TheSerif unterscheiden! (Achtung, Witz) Nicht von ungefähr habe ich 1996 die Textverarbeitung gewechselt: Ich kehrte That's Write den Rücken zu und wechselte zu papyrus: That's Write war zwar für die Massenverarbeitung von Texten sehr gut geeignet, in Bezug auf Multitasking und Typographie wies es aber deutliche Mängel auf. papyrus hingegen meistert diese Aufgaben mit Bravour; ja, es ist sogar für kleine DTP-Aufgaben und seit einiger Zeit auch für einfache HTML-Verarbeitung zu haben. Ach, übrigens: Wenn jemand genau wie ich diverse Probleme hat, That's Write-erstellte RTF-Dokumente in papyrus zu importieren: Klickt doch einfach mal diesen Link an.

Außerdem hatte ich in jener Zeit meinen ersten Kontakt mit Spielekonsolen: Einmal »Alien vs. Predator« gespielt, und ich wußte: Ich mußte einen Atari Jaguar haben! Schlappe 530 DM habe ich damals dafür hingelegt. Aber ich war glücklich, denn das Jaguar-AvP ist in meinen Augen das beste Video-/Computerspiel aller Zeiten (da kommt auch die '99er-PC-Version nicht mit, selbst wenn sie technisch ungefähr vierzehneinhalb mal besser ist).

Man weiß ja, daß die alten Zeiten grundsätzlich immer die besseren waren. Und so ist es kein Wunder, daß es auch mit mir steil bergab ging: 1997 mußte ich mir aufgrund der beharrlichen Nichtexistenz neuer Atari-Computer einen Apple Macintosh kaufen ( >>> Der getarnte Ataricomputer). Dennoch bin ich nicht nur im Herzen, sondern auch in den Taten ein Atarianer geblieben: Denn ich benutze den Apple mit Hilfe von MagiCMac hauptsächlich als Atari-kompatiblen Computer. Der Gedanke, daß mich meine berufliche Zukunft an Nicht-Atari-Rechner zwingen wird, läßt mich übel werden und mal kurz geräuschvoll auf die Tastatur übergeben.

Auch bei den Spielekonsolen wurde ich zu Fremdhardware gezwungen: Der angekündigte, verbesserte Jaguar erblickte nie das Licht der Welt; und so überredete mich Lara Croft, mir eine Sony Playstation zu kaufen.


Aber wie gesagt: Software-mäßig bin ich Atari treu geblieben. Und womit, in letzter Zeit? Zuvor schon in Ansätzen, intensiv seit Anfang 1999 befasse ich mich mit der Hypertextprogrammierung und -gestaltung in der UDO-Syntax und HTML; damit einher gingen natürlich Ansätze der Bildbearbeitung. Seit etwa Mitte 2000 kam dann noch die Skriptsprache PHP dazu, die ich mittlerweile heiß und innig liebe...


Times change, people change.
Und Computer auch.
Der 4400, der mir anfangs so rasend schnell erschien, kam mir im Laufe der Zeit doch nicht mehr ganz so schnell vor. Und etwas später recht langsam. Und noch etwas später verdammt langsam. Und danach habe ich etwas die Lust verloren.

Apple hingegen war es eine reine Freude, ständig neue Rechner vorzustellen und dabei hartnäckig -- und vermutlich extra, um mich zu ärgern -- auf genau den Computer zu verzichten, den ich mir wünschte: Ein einigermaßen bezahlbarer, einigermaßen erweiterbarer Mac, der auf keinen Fall einen integrierten 15"-Monitor hat. Also, was macht man?
Man kauft keinen neuen Rechner, man ersteigert einen gebrauchten bei eBay. Und so sitze ich seit einiger Zeit vor einem PowerMac G4 ( >>> Der richtige Mac). Der hat übrigens auch einen recht leisen Lüfter, was aus Gründen, die ich an anderer Stelle darlege, fast sein größter Vorteil ist ...

Okay, das war ein Witz. Wichtiger ist mir da doch die höhere Geschwindigkeit. Und das viel größere RAM. Und die viel, viel größere Festplatte. Und MacOS 9.1 (und irgendwann sicher auch MacOS X) statt 7.6.




Und all' den ganzen Jahren meiner Computerbesitzerei war es mir eine große Freude, stunden- und tagelang vor dem Rechner zu sitzen und meine Zeit damit zu verbringen, die verschiedensten Tools und Utilities auszutesten, die die Arbeit am Computer noch schöner und effizienter gestalten -- wobei natürlich weitaus mehr Zeit draufging, als ich durch effizienteres Arbeiten einsparen konnte.

Diese meine Website entsteht übrigens auch hauptsächlich mit Atari-Software, unterstützt von einigen Mac-Programmen ( >>> Benutzte Hard- und Software). Nichts wünsche ich mir sehnlicher, als das auch in fernerer Zukunft zu tun -- naja, wenn ich's mir recht überlege, wünsche ich mir einige Dinge doch etwas sehnlicher: Einen richtig schweineguten und schweineteuren Computer oder ein Haus oder ein paar Millionen Mark oder Sex mit Alyssa Milano... ääähh, zurück zum Thema: Also, liebe Atari-Programmierer, schreibt doch mal eben einen tollen Code-orientierten HTML-Editor, so wie BB Edit oder Alpha für den Mac oder HomeSite für PCs... Ich bin der erste, der ihn kauft!



So, und wer sind die stummen, noch in meinem Besitz befindlichen Zeugen dieser mittlerweile fast 5000 Tage andauernden Computerhistorie?

  • Ein Atari 2600
  • Ein Atari Lynx I
  • Ein Atari Lynx II
  • Ein Atari Jaguar
  • Eine Sony Playstation
  • Ein Atari 800XE (als »Sammlerstück« gekauft)
  • Ein Atari 1040 STFM
  • Ein Atari Falcon030 († 26.07.2000)
  • Ein Apple Macintosh 4400/160
  • Ein Apple Mac G4/466
  • Diverse Peripherie-Geräte wie Monitore, Drucker, Joysticks, ausrangierte Tastaturen und Mäuse, ein Scanner, ein ZIP-Laufwerk...
  • Schier unendliche viele Disketten
  • Etliche Computerbücher und Handbücher
  • Stapel von in irgendwelchen Kisten, Schubladen oder Ecken vergrabener Testausdrucke längst vergessener Dokumente und Zeiten
  • Die wahrscheinlich größte Zeitschriftensammlung zwischen Ruhr und Wupper.
    (Ich habe niemals, niemals auch nur eine einzige Computerzeitschrift weggeschmissen!)

... und während ich das alles gesammelt habe, bin ich vereinsamt, aggressiv, halbblind und impotent geworden, hube da Fahugkiet zum menschlichem Kommunikizjon vohlorn, und suche bisweilen hektisch nach dem Menüpunkt zum Abspeichern der momentanen Lebenssituation, damit ich sie im Falle eines plötzlichen Todes neuladen kann.

Kurz: Wer auch immer behauptet hat, die intensive Beschäftigung mit Computern könnte dem Menschen schaden, hat einen Knall.




P.S.: Ich hasse es, Witze erklären zu müssen, aber da im geschriebenen Wort nun mal sehr leicht Mißverständnisse aufkommen können: Die Janson Antiqua von der TheSerif zu unterscheiden, ist ungefähr genau so schwer, wie einen Rembrandt von einem Picasso zu unterscheiden.
P.P.S.: Wer einen Rembrandt nicht von einem Picasso unterscheiden kann, hat sich für alle Zeiten als Kulturbanause geoutet.
P.P.P.S.: Der Witz stand übrigens weiter oben.

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