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 Atari, Mac und andere Computer
 Die MACkerecke -- Was am Mac schlecht ist

4.8.4 The Mac Ärgernis Nr.4: Microsoft Programme

 

 


Wie wars am Atari doch vordem
ohne MS-Software so bequem.


Wer Apple mag, hasst Microsoft.
Wer Apple mag, hasst Microsoft?
Nein, nicht unbedingt.

Denn ratet mal, welches Office-Paket auf dem Mac Standard ist! -- Eben, MS Office.
Und welcher Browser beherrscht mittlerweile auch die Mac-Szene? -- Eben, der MSIE.

Auch auf dem Mac hat MS Office kaum noch Konkurrenten, denn keine Firma kann es sich noch leisten, größere Geldsummen in die Entwicklung eines entsprechenden Produkts zu stecken. Und Netscape haben sich auch auf dem Mac durch eine ... äääh, überaus seltsame Produktpflege auf dem Browsermarkt selbst in Abseits gestellt. Hoffnung auf Besserung kommt eher aus ganz anderen Ecken, nämlich durch den deutschen Browser iCab oder der Mac-Version von Opera.



Aber was ist es eigentlich, was mich so an MS-Software ärgert? -- Ich meine natürlich neben der simplen Tatsache, dass sie eben von Microsoft, also direkt aus der Hölle, kommt ...

Nun, über Office kann ich deshalb nicht meckern, weil ich es gar nicht installiert habe. Aber der MSIE -- dieses Mistding, was meint, es dürfte in meinem System rumfuhrwerken, wie es will! Natürlich ohne Rücksicht darauf zu nehmen, was ich denn überhaupt für ein System habe ...


Ein kleines Beispiel:
Bei mir war der MSIE 4.5 installiert. Ich wollte auf v5 updaten. Aber ich wusste nicht, dass diese Version gar nicht unter meinem schon damals veralteten MacOS 7.6 laufen würde. »Selbst schuld«, denkt sich MS, »wenn die User ihre Systeme nicht updaten, ist das ja nicht unsere Schuld.«

Natürlich verlange ich nicht, dass alle Programme stets auch auf uralten Systemen laufen sollen. Aber es ist ja ganz nett, wenn man vorher darauf hinweisen würde, welches System man mindestens braucht. MS machen das natürlich nicht.
Es gibt popelige Freewareprogramme, eigentlich mehr so quick-and-dirty-hacks, die warnen einen vor der Installation: »Hey, du Pappnase, wenn du dieses Prog installieren willst, besorg dir erstmal ein neueres System, und zwar mind. Version X.y!« oder so. MS machen das natürlich nicht.

Statt dessen kübelt der MSIE5-Installer erstmal eimerweise Daten in meinen Systemordner. Danach will der MSIE5 starten -- und beendet sich wieder.
Und Mahnung, ohne Warnung, ohne Meldung. Er beendet sich einfach, still und leise.

Eine Recherche in Mac-Zeitschriften ergibt: Der MSIE5 braucht mindestens MacOS 7.6.1 -- schön, dass das Update von 7.6 auf 7.6.1 kostenlos downloadbar ist. Weniger schön, dass 7.6.1 auf meinem schraddeligen PowerMac 4400/160 gar nicht läuft.

»Nun gut«, seufze ich, »dann also wieder MSIE 4.5 -- gut, dass ich die 5er-Version in einen neuen Ordner installiert habe, da liegt v4.5 ja noch unberührt auf meiner Platte.« Aber ich habe die Rechnung ohne MS gemacht: Denn die Installer hat ja Dateien in den Systemordner geschrieben, die nur der MSIE5 verträgt -- und dabei natürlich die alten 4.5-Dateien überschrieben.

Und folglich verweigert auch MSIE 4.5 seine Tätigkeit -- ich musste alle MS-Dateien aus dem Systemordner entfernen, eine alte Zeitschriften-CD wieder rauskramen und MSIE 4.5 neu installieren.



Aber MS können es noch besser!
Jeder Mac-User kennt das Kontrollfeld »Erweiterungen Ein/Aus«, mit dem man sich beliebige Systemkonfigurationen zusammenstellen kann. Deaktivierte Erweiterungen werden dann in den Ordner »Systemerweiterungen (Aus)« verschoben.

Da hat man sich (aus welchen Gründen auch immer) eine Konfiguration ganz ohne MS-spezifische Systemerweiterungen erstellt. Und weil man nicht daran denkt, dass diese Konfig gerade aktiv ist, startet man durch einen unbedachten Doppelklick den MSIE.
Jetzt dürft ihr dreimal raten, was der IE macht:


  1. Er bricht den Programmstart ab, und zwar mit der Meldung:
    »MSIE konnte nicht gestartet werden«, woraufhin man überlegen kann, was zu tun ist.
     
  2. Er bricht den Programmstart ab, und zwar mit der Meldung:
    »Die benötigten Systemerweiterungen sind nicht aktiv. Bitte aktivieren Sie diese, bevor sie den IE starten«, woraufhin man weiß, was zu tun ist.
     
  3. Er bricht den Programmstart ab, und zwar mit der Meldung:
    »Die benötigten Systemerweiterungen können nicht gefunden werden. Sollen sie neu installiert werden? -- JA | NEIN«, woraufhin man sich entscheiden kann, was zu tun ist.
     
  4. Er startet vollautomatisch Micosoft First Run und kübelt ungefragt eimerweise Daten in meinen Systemordner. Alle in den Unterordner »Systemerweiterungen«, obwohl haargenau die gleichen Daten schon in »Systemerweiterungen (Aus)« liegen, wobei man machtlos zusehen muss.
     

Selbstverständlich, die letzte Antwort ist die richtige. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben € 32000 gewonnen; kommen wir zur € 64000-Frage.

Und natürlich wären mir die ersten drei Möglichkeiten lieber gewesen. Aber Microsoft, das sieht man ja in Windows ständig, gehen einfach davon aus, dass der User im Zweifelsfalle viel zu doof ist, um selbst entscheiden zu können, was in seinem System installiert wird und was nicht.




In der guten, alten Atari-Welt hat man Änderungen am System meistens von Hand vornehmen müssen. Da hieß es dann in der README-Datei: »Bitte kopieren Sie die Datei XYZ.PRG in den AUTO-Ordner. Achten Sie darauf, dass XYZ.PRG erst nach NVDI gestartet werden darf.«
Klar ist das nicht so komfortabel. Aber ich wusste, was mit meinem System geschieht. Und selbst komfortablere Lösungen wie GEMSetup lassen mir die Wahl, was installiert wird und was nicht.

Zum Glück ist die Atari-Welt Microsoft-frei geblieben.
Ein glücklicher Umstand, der dem Mac verwehrt wurde.


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