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3.2.2.1 ... und was wir aus BB gelernt haben

 

 


[Warnung]

Nun ist es geschafft.
Die vorerst letzte Big Brother-Staffel ist vorbei, und das Ende verlief nahezu unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Mochte sich Aleksandra Bechtel auch scharf ausgeschnittene Oberteile anziehen -- hat nix gebracht. Und Meike aus dem BB-Nachtprogramm durfte ob und zu sogar sagen, wie doof die Insassen sind und dem Zuschauer damit aus der Seele sprechen -- hat auch nix gebracht.

Auch das eingesperrte Paar brachte nicht die Quote, die sich die Macher wohl erhofft hatten, haben sie sich doch standhaft geweigert, vor laufender Kamera zu poppen. Statt dessen haben sie sich ständig nur angezickt, so dass einem sogar die Lust verging, sie überhaupt poppen zu sehen.


Was ist eigentlich schiefgelaufen?
Die Antwort ist ganz leicht und wurde von mir schon an anderer Stelle postuliert: Programmverantwortliche gehören zu den Leuten, die von wirklich gar nichts eine Ahnung haben.

Da entwickeln sie ein neues, erfolgreiches Format: Reality-TV. Aber anstatt sich darum zu kümmern, daraus eine langfristige Erfolgsserie zu etablieren, pressen sie es in kürzester Zeit soweit aus, dass selbst der widerstandsfähigste Zuschauer das kalte Kotzen kriegt, wenn er bemerkt, dass es schon wieder eine neue Reality-Serie gibt.

Das »Inselduell« hat schon keinen interessiert, aber anstatt daraus zu lernen, versuchen sie mit »Girls Camp«, die Leute wenigstens mit Titten vor die Glotze zu locken. Aber diese Sendung konnte man nur ertragen, wenn man den Ton abgedreht hat, und selbst das wird auf längere Zeit langweilig. Wenn man scharfe Mädels im Bikini sehen will, muss man nur »The Grind« auf MTV gucken, da reden sie wenigstens nicht.


Und was BB angeht: Hier wurden die Staffeln einfach viel zu schnell hintereinander weggeschossen. Kaum waren die einen draußen, kamen die nächsten rein. Und die Struktur der Sendung erzwingt es praktisch, dass die Kandidaten von mal zu mal furchtbarer wurden. Am Ende stand ihnen quasi auf die Stirn geschrieben: »Ich bin ein selbstverliebter Idiot, der mit BB mal schnell die dicke Kohle und seine 15 Minuten Ruhm absahnen will.«



Kommen wir zur Eingangsfrage zurück: Was haben wir draus gelernt? -- Nichts. Zumindest für die Programmverantwortlichen trifft das zu.

Denn schon begehen sie den gleichen Fehler noch einmal, diesmal mit den hundertdreiundachtzig mehr oder weniger abgewandelten Kopien von Jauchs »Wer wird Millionär?« -- und wenn dabei auch noch so'n unsäglicher Mist wie »Der Schwächste fliegt« rauskommt, wissen wir, dass es auch nicht mehr lange dauern kann, bis sich kein Mensch mehr für Quizshows interessiert.

Aber tapfer machen die Programmverantwortlichen weiter, gerade so als ob sie das Showgeschäft erst seit gestern kennen würden: Mit »Big Diet« bescheren sie dem Realitiy-TV einen neuen, traurigen Höhepunkt der Niveaulosigkeit. Zu allem Überfluss moderiert von Schreinemarkers, der Heulsuse mit der Knatschstimme.

Eine Wette gefällig?
Ich wette, »Big Diet« wird kein Erfolg. Wenn doch, schreibe ich an dieser Stelle hundertmal den Satz: »Margarethe Schreinemarkers ist eine sympathische Moderatorin mit einer angenehmen Stimme.«

Nachtrag, etliche Wochen später:
Da habe ich ja nochmal Glück gehabt. Oder, besser gesagt, wieder einmal Recht behalten. ;-)
Big Diet ist kein Erfolg geworden. Und so bleibt mir das hundertfache Schreiben dieses unschönen Satzes erspart.


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